Graffiti, Fotografie & Co. - Kunst in Berlin

 

Nathalie Conrad

Nicht nur in Museen finden wir heutzutage Kunst, vor allem Berlins Straßen haben mittlerweile eine Menge zu bieten.

Nach der Wende wurde alles schick gemacht – East Side Gallery Berlin

Die Open-Air Kunstaustellung an der Spree auf der Berliner Mauer ist derzeit mit 1.316 Metern die größte der Welt. Die Berliner Mauer trennte von 1961 – 1990 Ost- und Westberlin. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war der Jubel groß und Familien wurden wiedervereint. Heute ist die Berliner Mauer ein Denkmal mit 101 großen Bildern, gemalt von Künstlern aus aller Welt- eine kostenfreie Ausstellung im Freien.

Kunst für alle – Urban Nation in Berlin

Auf der Webseite steht: „Das Museum, das es gar nicht geben dürfte.“ Hier werden nicht etwa Fotografien und Gemälde präsentiert, nein, sondern Graffiti. Für viele galt und gilt Graffiti noch immer als Verunstaltung von Gebäuden und Gegenständen. Urban Nation zeigt in ihrer Ausstellung eine ganz andere Art von Graffiti. Dieses Jahr steht das Urban Nation ganz unter dem Motto „United“. Künstler aus der ganzen Welt werden eingeladen, um gemeinsam mit anderen Künstlern eine Fläche zu gestalten. Graffiti und Murals sind ein Teil von Berlin. Also haltet die Augen auf, wenn ihr nach Berlin kommt! Der Eintritt ist übrigens kostenfrei.

Fotografien von Weltfotografen – C/O Berlin

Das kleine Amerikahaus mit der Aufschrift C/O Berlin ist am Zoologischen Garten gelegen und ist ein Ausstellungshaus für Fotografie. Regelmäßig werden wechselnde Ausstellungen internationaler Fotografen gezeigt. Irving Penn, Joel Meyerowitz, Torbjørn Rødland, Danny Lyon und viele mehr. Auch die Website hat interessante Blogbeiträge, wie Interviews mit den Künstlern und Präsentationen über künstlerische Events. Empfehlenswert sagen wir. Der Eintritt kostet ca. 15 €

360° Kunst in Berlin – asisi Panorama

Auf der Friedrichstraße, nahe des Check Point Charlie, befindet sich das Panorama Berlin. Ausgestellt wird hier ganz besondere Kunst. In 15 Metern Höhe und mit 60 Metern Umfang entführt uns der Künstler Yadegar Asisi in den Alltag der 80er Jahre, als die Mauer noch stand. Auf dem 360° Bild ist eine getrennte Stadt mit zahlreichen Szenen und Situationen aus der DDR-Zeit zu sehen. Unter anderem der Moritzplatz. Punks in ihren besetzten Häusern, der Todesstreifen und eine klare Linie von Ost- und Westberlin werden hier dargestellt. Untermalt wird das Ganze mit dramatischen Lichtszenen und Musik.

Photogallery – Camera Work

In einer ehemaligen jüdischen Mädchenschule in der Kantstraße Berlin, eröffnete 2012 Camera Work. Die Galerie zeigt zeitgenössische Kunstwerke aus Fotografien, Malerei und Skulpturen. Im Moment läuft die Ausstellung „Made in Berlin“ mit ca. 100 Fotografien von 20 Künstlern, die sich mit Arbeiten aus Berlin auseinandersetzten. Michaela Weber zeigt ihre Fotografien zum Thema „weltweite Veränderung des ursprünglichen Lebensraumes“. Camera Work ist definitiv einen Besuch wert und der Eintritt ist frei.

Unser Top Tipp zum Schluss: Berlin Art Week

Bereits zum siebten Mal findet die Berlin Art Week als inzwischen fester Bestandteil des internationalen Kunstkalenders und Höhepunkt für die zeitgenössische Kunst in der Hauptstadt statt. Durch das Zusammenspiel von Institutionen, Projekträumen und privaten Sammlungen wird die Berlin Art Week Ende September erneut mit zahlreichen Ausstellungseröffnungen, Preisverleihungen und Veranstaltungen aufwarten können. Im Mittelpunkt des vielfältigen Programms stehen traditionell die Messen art berlin und Positions Berlin. 2018 erwarten die Besucher neben großen Einzelausstellungen etwa zu Agnieszka Polska (Hamburger Bahnhof) oder Julian Charrière (Berlinische Galerie) Performances sowie künstlerische Interventionen an verschiedenen Orten im Stadtraum. Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf der Fotokunst – u.a. mit den EMOP Opening Days des European Month of Photography Berlin im C/O Berlin und einer Präsentation fotografischer Arbeiten der Sammlung Olbricht im me Collectors Room.

Wir sind brereits jetzt gespannt was uns Berlin Art Week die nächstes Jahre bieten wird! 

Bitte gehen Sie uns auf den Keks

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