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Die "The Mandala" Story

Lutz Hesse & Christian Andresen

Alles begann im Jahr 1999 als Lutz Hesse und Christian Andresen das Hotel unter dem Namen "Madison" ins Leben riefen. Es wurde schnell zu einem populären Treffpunkt für Berlinbesucher, die die neue Mini-Stadt am Potsdamer Platz erkunden wollten. 18 Gebäude waren zu diesem Zeitpunkt fertig und das in nächster Nähe zur Berliner Philharmonie, dem Brandenburger Tor und der Neuen Nationalgalerie. Weiße Wände, helle Hölzer, große Fenster und Kleiderschränke, dezente Farbtöne: Das The Mandala Hotel ist ein Traum für Puristen.

Es ist erstaunlich, dass sich das Hotel, obwohl es seit 1999 geöffnet ist, sich sein Alter nicht anmerken lässt. Eine Überraschung für viele Gäste. Christian Andresen ist bekannt dafür, dass er kleine Flecken an den Wänden auf seinen Rundgängen sofort bemerkt und reinigen lässt. Die Besitzer sind stolz darauf, ihr Hotel immer in einem guten Zustand zu halten und lassen sich mit Veränderungen viel Zeit. Das The Mandala Hotel war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, aber es ist dem Einsatz von Lutz Hesse und Christian Andresen zu verdanken, dass es sich bis in die heutige Zeit gehalten hat. Leidenschaft, Disziplin und Ausdauer. „Das ist es, was wir vorleben“, sagt Lutz Hesse mit einem Lächeln.

Hesse und Andresen wussten bereits recht früh, was sie mit ihrem Leben anfangen wollten. Lutz Hesse erzählt gerne die Geschichte, wie er die Gäste des elterlichen Hauses in Chur, einem kleinen Ort in der Schweiz, regelmäßig bediente. Nach einem Schulausflug zur weltbekannten „École hôtelière de Lausanne”, wusste der damals 18-jährige Lutz, dass er seine Berufung gefunden hatte.

Christian Andresen wuchs auf Sylt auf und für ihn war von Anfang an klar, dass er nur mit der Arbeit in einem Hotel seinen Lebensinhalt beschreiben konnte. Er begann seine Karriere mit einem Hotelmanagement-Studium in Hamburg. Seit ihrem treffen in Hamburg, wo sie einige Jahre zusammen arbeiteten, streben die beiden Geschäftspartner nach konsequenter Exzellenz. Im Jahr 1997 eröffneten die beiden ein 80-Zimmer-Hotel in der Friedrichstraße, gelegen im ehemaligen Herzen von Ost-Berlin. Die deutsche Hauptstadt war zu diesem Zeitpunkt zwar cool, aber kein Ort, der Investoren anzog oder viele Bequemlichkeiten anbot.

Im Zentrum und den östlicheren Bezirken der Stadt gab es wenig gute Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. In der Luxushotellerie dominierten einige wenige alteingesessene Hotels den Markt. Bis in die späten 90er blieben die ersten großen Bürogebäude viel zu lange leerstehend.

„Als wir damals offenbarten, dass wir in Berlin am Potsdamer Platz ein Hotel eröffnen wollen, hielten uns die Leute für verrückt“, erinnert sich Lutz Hesse. „Keiner wollte hier hin.“ Trotz, oder vielleicht auch wegen dieser Einstellung war das Hotel ein sofortiger Erfolg. Die ersten großen Firmen zogen nach Berlin; gleichzeitig baute Daimler ihre Mini-Stadt am Potsdamer Platz, der damaligen größten Baustelle Europas. Eines dieser Gebäude sollte ein Wohnkomplex werden. Kurz nachdem der fünfte Stock fertig gestellt worden war, wurde der Entschluss gefasst, das Gebäude als Hotel zu verwenden. Die Verantwortlichen wendeten sich an Hesse und Andresen mit dem Wunsch, ein Apartment-Hotel zu eröffnen. „Wir hatten damals Eigentümer, die im Immobilienmarkt tätig waren. Also haben wir es einfach getan. Wir wussten, dass wir keine zweite Chance bekommen würden.“

Das Hotel eröffnete etwas mehr als ein Jahr später. Der Potsdamer Platz war zu diesem Zeitpunkt immer noch ein unsicheres Pflaster, doch Hesse und Andresen waren mit ihrer Entscheidung zufrieden. „Heutzutage mach es Sinn, hier an diesem Platz zu sein“, sagt Hesse. „Im Jahr 1999 war hier Niemandsland. Der Potsdamer Platz liegt mitten in Berlin. Mit ein wenig Vertrauen in die Zukunft nutzten wir die Gelegenheit.“

Lutz Hesse zeigt sich verantwortlich für die Inneneinrichtung, immer im Hinblick auf hohe Qualität und Langlebigkeit. Details wie Bisazza Mosaike in öffentlichen Bereichen, dramatische Akzente, gesetzt durch genau platzierte Blumendekorationen und lesenswerte Bücher auf den Zimmern entstammen seiner Feder. Die meisten Zimmer sind mit großen Arbeitsbereichen und Kleiderschränken für Langzeitaufenthalte vorbereitet. Wie kann es sein, dass ein Hotel, das ein Hotel aus den 90ern immer noch zeitgemäß aussieht? „Dieser Stuhl wurde vor über 30 Jahren angefertigt und wird auch in 10 Jahren noch gut aussehen“, erklärt Hesse mit einem Hinweis auf einen Stuhl im Restaurant FACIL. „Farben und Stoffe sind wichtig, genauso wie Vasen. Wir investieren in hochwertige Produkte, die altern können, was die großen Hotelketten nicht tun. Unser Hotel sieht heute gut aus und wird auch noch in zehn Jahren gut aussehen.“

Diese Liebe zum Detail und das Streben nach Perfektion findet sich im gesamten Hotel wieder. Die übergroßen Vasen im FACIL sind beleuchtet und tauchen den von Bambusstauden umgebenen Speisesaal in sanftes Licht. Das Restaurant FACIL und sein kleiner Bruder, das QIU entstanden im Jahr 2001, ein paar Jahre nach der Hoteleröffnung. Sie sollten von Anfang an die örtlichen Gourmets und Feinschmecker ansprechen. Der Erfolg spricht für sich selbst: 2003 wurde das FACIL mit dem ersten Michelin-Stern ausgezeichnet. Seither steht das Restaurant unter der Leitung von Michael Kempf für unvergleichliche Esskultur. Die Auszeichnung mit dem zweiten Michelin-Stern folgte im Jahr 2013.

„Wir lernten diese Dinge relativ schnell“, erklärt Lutz Hesse seine Philosophie, sorgfältig und methodisch vorzugehen, wenn es um Hotelerweiterungen und Erneuerungen geht. „Wir wussten, dass wir es mit allen anderen Dingen genauso machen mussten: Die Lounge, die Lobby, der Spabereich und das Penthouse. Wir verbessern alles Schritt für Schritt.“ Der ONO Spa wurde erst im Jahr 2008 eröffnet und bietet, dezent in Weiß gehalten, einen Bereich der Ruhe vor den Anforderungen des Alltags. Die andauernde Beliebtheit des Hotels mag als Beispiel für den Erfolg dieser Vorgehensweise dienen, insbesondere da der Hotelmarkt in Berlin immer heißer umkämpft wird.

Das Streben nach Exzellenz ist im The Mandala Hotel so stark ausgeprägt, dass Standardmethoden des Qualitätsmanagements (nach EFQM) eingeführt wurden, um stetige Verbesserungen in der Operative zu erreichen. Durch den Einsatz von Programmen wie Six Sigma wurden Schulungsprogramme für Mitarbeiter entwickelt – in der Einzelhotellerie ein eher ungewöhnlicher Schritt. „Es handelt sich hierbei über ein langfristiges Unterfangen“, meint Christian Andresen. „So etwas kann man nicht nur drei Jahre lang machen. Exzellenz muss zum Teil des Wesens aller Mitarbeiters werden und darf keine einfache To-Do-Liste sein.“