Internationale Museen in Berlin

 

Nathalie Grüneberger

Wer glaubt Museen seien öde, langweilig und verstaubt, war wahrscheinlich noch nie in einem der zahlreichen Museen Berlins, denn diese suchen in Deutschland ihresgleichen und locken jährlich mehrere Millionen Besucher aus unterschiedlichen Ländern an. Die spannendsten stellen wir euch darum heute vor.

Wer glaubt Museen seien öde, langweilig und verstaubt, war wahrscheinlich noch nie in einem der zahlreichen Museen Berlins, denn diese suchen in Deutschland ihresgleichen und locken jährlich mehrere Millionen Besucher aus unterschiedlichen Ländern an. Die spannendsten stellen wir euch darum heute vor.

Museumsinsel

Wie der Name bereits anmuten lässt, ist die Museumsinsel kein gewöhnliches Museum, sondern ein ganzer Museumskomplex, gelegen auf der Spreeinsel inmitten von Berlin. Seit fast 20 Jahren ist sie schon Teil des UNESCO-Welterbes und umfasst fünf verschiedene Museen, Pergamonmuseum, Bode-Museum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie und Altes Museum.

Letzteres entstand als erstes Ausstellungsgebäude auf der Museumsinsel. Ihr findet es direkt neben dem Dom und ist an seinem Säulenportal erkennbar. Es führt euch zurück in die Zeit der Antike zu den alten Griechen und Römern und zeigt Kunst, Skulpturen und sogar eine Gold-Schatzkammer.

Aufgrund der äußeren Erscheinung der Alten Nationalgalerie im Stil eines antiken Tempels könnte man vermuten, dass diese ebenfalls die Epoche der Antike thematisiert. Tatsächlich findet ihr hier allerdings berühmte Kunstwerke der Impressionisten Monet & Renoir sowie Gemälde aus Romantik, Goethezeit und Realismus. Ein Highlight sind hier definitiv die Werke von Caspar David Friedrich.

Die Bezeichnung „Neues Museum“ mag wiederum etwas irreführend erscheinen, wenn man bedenkt, was dort ausgestellt wird. Im Neuen Museum könnt ihr euch nämlich Stücke des Ägyptischen Museums inklusive einer Papyrussammlung ansehen. Schaut euch hier unbedingt die Büste der Nofretete an!

1904 wurde das heutige Bode-Museum als Kaiser-Friedrich-Museum von Wilhelm Bode, ehemaliger Generaldirektor der Berliner Museen, gegründet. Zu DDR-Zeiten erhielt es dann seinen heutigen Namen und beherbergt nun eine umfangreiche und sich über mehrere Epochen erstreckende Skulpturensammlung, die Schätze des Museums für Byzantische Kunst und eine Münzsammlung.

Das Pergamonmuseum ist offensichtlich nicht nur unser persönlicher Favorit, sondern auch der der Touristen Berlins, denn es ist das meistbesuchte Museum unserer Hauptstadt. Die dort zu sehenden Ausgrabungsfunde aus Vorderasien und der Antike sind aber auch einfach eindrucksvoll. Bewundern könnt ihr dort das Ishtar-Tor, das Markttor von Milet und das Museum für Islamische Kunst. Den Pergamonaltar selbst könnt ihr aufgrund von Sanierungsarbeiten leider erst wieder ab 2019 bestaunen.

Martin-Gropius-Bau

Der Martin-Gropius-Bau, benannt nach seinem Architekten und eröffnet 1881, ist nicht nur eine beliebte und international anerkannte Ausstellungsstätte für Kulturgeschichte, zeitgenössische Kunst und Fotografie, sondern mit seiner Renaissance-Fassade auch eine der äußerlich schönsten in Berlin. Vom 21. September 2018 bis 06. Januar 2019 könnt ihr dort beispielsweise die Ausstellung „Bewegte Zeiten – Archäologie in Deutschland“ besuchen, die die spektakulärsten archäologischen Funde und Forschungsergebnisse aller Bundesländer thematisiert und als besonderes Highlight die Himmelsscheibe von Nebra ausstellt.

Humboldt-Forum

Bei dem Humboldt-Forum handelt es sich um eine Kulturstätte in Berlin, die erst Ende 2019 ihre Pforten im Berliner Schloss für euch öffnen wird. Allerdings haben die ersten großen Exponate bereits Einzug gehalten. Die Berliner unter euch werden daher vor ein paar Wochen vielleicht die schwer beladenen Lastwagen durch die Stadt ziehen gesehen haben, denn nach und nach werden im Stadtschloss die Dauerausstellungen des Ethnologischen Museums, des Museums für Asiatische Kunst, die Berlin-Ausstellung mit seinen Kulturprojekten und dem Stadtmuseum sowie das Humboldt Labor ihren Platz finden. Wer es ganz genau wissen möchte, kann sich übrigens seit 2011 in der unweit gelegenen Humboldt-Box über das Zukunftskonzept des Stadtschlosses und des Humboldt-Forums informieren. Darüber hinaus könnt ihr euch demnächst ein eigenes Bild vom Baufortschritt des Berliner Schlosses machen, denn zur Langen Nacht der Museen erhaltet ihr einen ersten Vorgeschmack.

Wann lohnt sich der Museumsbesuch besonders?

Ein Besuch der Berliner Museen lohnt sich nicht nur bei schlechtem Wetter, denn diese bieten gerade bei sommerlichen Temperaturen nicht nur einen klimatisierten Zufluchtsort, sondern sind auch Schauplatz für viele verschiedene Events. Großer Beliebtheit erfreut sich beispielsweise die „Lange Nacht der Museen“, die dieses Jahr am 25.08.2018, einem Samstag, stattfindet. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist natürlich auch hier die Museumsinsel. Insgesamt laden euch 80 Museen in Berlin auf Entdeckungsreise ein. Worauf wir uns abgesehen von den kulturellen Hotspots besonders freuen? Definitiv auf den Streetfoodmarkt im Lustgarten, die traditionell japanische Teezeremonie in der Mori-Ôgai-Gedenkstätte und auf den Auftritt der Break-Dance-Gruppe „Flying Steps“ im Neuen Museum! Also bucht schnell euer Ticket und seht, wo sich Nofretete und Echnaton Gute Nacht sagen. Bis zum 13.08.2018 gelten noch die Sparpreise, die den Eintritt in alle teilnehmenden Museen und den Transport mit Shuttle-Bussen und ÖPNV beinhalten.

Bitte gehen Sie uns auf den Keks

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