Berlins moderne Architektur

 

Nathalie Conrad

Berühmte Architekten, angefangen bei Friedrich Schinkel, Norman Foster, Hans Kollhoff, Helmut Jahn und viele mehr, haben und werden noch ihren Fingerabdruck auf dem Stadtbild hinterlassen.

Berlin wurde erstmals urkundlich im 13. Jahrhundert erwähnt und ist eine Weltstadt für Kunst, Kultur, Politik und Wissenschaften. Besonders ist sie für seine Architektur und ihren starken Wandel seit der Wende bekannt. Seither hat sich in der Hauptstadt eine Menge getan.

Berühmte Architekten, angefangen bei Friedrich Schinkel, Norman Foster, Hans Kollhoff, Helmut Jahn und viele mehr, haben und werden noch ihren Fingerabdruck auf dem Stadtbild hinterlassen.

Der Potsdamer Platz

Von den goldenen Zwanzigern zum Todesstreifen und nun eines der wichtigsten Stadtviertel Berlin´s. der Potsdamer Platz hat wohl einen der größten Wandel hinter sich. Bereits in den Zwanzigerjahren glänzte der Potsdamer Platz. Prunkvolle Gebäude, Hotels, Bars und der Verkehrsknotenpunkt in Europa - doch dann kam der Krieg. Zurück blieb nur ein Gebäude, das Weinhaus Huth. In den Jahren der Berliner Mauer stand der Potsdamer Platz still, denn er befand sich inmitten des Todesstreifens. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung, fielen jedoch zum Glück auch die ersten Spatenstiche. Und so entstand ein komplett neues Stadtbild am Potsdamer Platz. Renzo Piano, Christoph Kohlbecker, Hans Kollhoff, Ulrike Lauber & Wolfram Wöhr, Richard Rogers, Arata Isozaki und José Rafael Moneo waren die Architekten der größten europäischen Baustelle mit 19 Gebäuden. Was den Potsdamer Platz so besonders macht, er versteckt sich nicht vor der Vergangenheit und hat keine Angst vor der Zukunft. Der Potsdamer Platz gilt heute als eines der modernsten Viertel und doch findet man viel Geschichte.

Das Sony Center mit seinem zeltartigen Dach war ursprünglich die Europazentrale von Sony, heute ist es die Zweigniederlassung. Besonders ist, dass sich im Sony Center noch die Überreste des damaligen Hotels Esplanade befinden. Insgesamt umfasst das Sony Center 7 Gebäude. Nicht selten kommt es vor, dass der rote Teppich ausgelegt wird, denn oft finden in Berlin hier die Filmprämieren statt. Büros, Wohnungen und viel Unterhaltung – das ist das Sony Center.

Das gläserne Hochhaus, der Bahntower wurde wie das Sony Center auch von Architekten Helmut Jahn entworfen. Der Haupteingang des Wolkenkratzers ist ganz einfach über drei Wörter zu finden. „lebendig.webseiten.auflösen“, so heißt die Bahntower Adresse.

Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Kollhoff-Tower. Insgesamt besteht das Gebäude aus 25 Etagen. Die Rückseite des Towers bietet einen tollen Blick auf die Architektur. Auf der höchsten Etage befindet sich der Panoramapunkt. In nur 20 Sekunden erreicht man die Aussichtplattform, Ausstellung und das Sonnendeck. In 100 Metern Höhe genießt der Besucher einen weiten Blick über Berlin.

Der Forum Tower misst gerade mal 70 Meter und wurde vom italienischen Architekten Renzo Piano entworfen. Der vordere Bereich des Bürogebäudes ist komplett verglast, der hintere Teil wurde mit Terrakotta verkleidet.

Am Potsdamer Platz befinden sich heute wieder Bars, Hotels, Wohnungen und Büros. Über 10.000 Menschen leben und arbeiten hier. Doch was man hier nicht sieht, sind Lkw´s mit Ihren Anlieferungen oder die Müllabfuhr. Denn das Ver- und Entsorgungszentrum ist wortwörtlich unterirdisch. Diskret versenkt, gleichsam weggezaubert heißt es. In 15 Meter Tiefe unter dem Marlene-Dietrich-Platz wird angeliefert, abgeholt, ein- und aussortiert. Hier befindet sich Europas einzigartiges Logistikzentrum.

Band des Bundes

Das Band des Bundes befindet sich an der Spree und verbindet die alten und die neuen Regierungsbauten in Berlin. Im zweiten Weltkrieg blieb wenig übrig von dem alten Verwaltungs- und Regierungsviertel, einzig der Reichstag und die Schweizer Botschaft. Nach dem Mauerfall begann die Planung eines neuen Regierungsviertels und der Umzug aus Bonn nach Berlin. 835 Architekten bewarben sich auf die Projektausschreibung. Axel Schultes und Charlotte Frank konzipierten das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders Haus entwarf Stefan Braunfels. Eine symbolische Brücke zwischen Ost- und Westberlin entstand.

Die Gebäude des Band des Bundes:

  • Bundeskanzleramt
  • Paul-Löbe-Haus mit Büros und Ausschussräumen
  • Marie-Elisabeth-Lüders-Steg und der Kanzleramtsteg mit Fußgängerbrücke
  • Marie Elisabeth-Lüders-Haus mit Parlamentsbibliothek und -archiv
  • Kanzlerpark mit Hubschrauberlandemöglichkeit

Kranzler Eck am Kurfürstendamm

1893 eröffnete das erste Caféhaus im Westen von Berlin. Kurz vor Ende des 2. Weltkriegs wird das Kranzler Eck in Schutt und Asche gelegt. 1951 eröffnete das Café an selber Stelle. Hans Dustmann entwarf einen modernen Neubau und erneut öffnete das Café im Jahre 1958. Der bekannte Stararchitekt Helmut Jahn, der bereits den Potsdamer Platz mit plante, plante nun auch den Bau des City Quartiers Kranzler Eck, der 2000 nach 3 Jahren mit 16 gläsernen Stockwerken eröffnete. Noch heute erinnert das Kranzler Eck an frühere Zeiten und sticht mit dem gläsernen Hochhaus im Hintergrund definitiv hervor.

Spreebogen

Direkt an der Spree, sowie es der Name schon sagt, befindet sich die Anlage. Im Bezirk Mitte war es früher ein traditionelles Gewerbegebiet, wo früher die Kutschen mit frischer Milch beladen wurden. Heute haben Medien- und Dienstleistungsunternehmen ihr Zuhause im Spreebogen gefunden. In den großen Türmen, das von oben wie ein Hufeisen aussieht, hatte das Bundesministerium des Inneren sein Domizil. Gerade vom Schiff aus erhält man einen tollen Blick auf diesen modernen Bau an der Spree.

Viele Gebäude fielen dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Einige gingen komplett verloren und einige wurden neu errichtet. Bei einem Besuch in Berlin, ob zu Fuß, im Bus oder auf dem Schiffsdampfer, ob im Osten oder im Westen, Berlin kann sich architektonisch wirklich sehen lassen und ist definitiv eine Reise wert.

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