Berlin aus der Vogelperspektive

 

Nathalie Grüneberger

Wer Berlin einmal aus einer anderen Perspektive entdecken möchte, findet hier unsere Empfehlungen für die schönsten Aussichtspunkte der Hauptstadt. Einige davon sind sogar kostenfrei und kosten bloß ein bisschen Bewegung.

Gerade wenn man in einer Stadt schon mehrere Male war, kann es spannend sein, diese noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive neu zu entdecken. Aus diesem Grund möchten wir euch heute einladen, Berlin mit uns aus der Vogelperspektive zu erkunden.

Panoramapunkt

Als erstes fällt uns zu diesem Thema natürlich der Panoramapunkt des Kollhoff Towers ein, denn schließlich befindet sich dieser direkt neben unserem Hotel. Innerhalb von 20 Sekunden bringt euch der schnellste Aufzug Europas in den 24. Stock auf luftige 100 Meter Höhe. Dort angekommen, erwartet euch ein atemberaubendes 360-Grad-Panorama, das man in dieser Art nur von wenigen Aussichtspunkten in Berlin hat. Brandenburger Tor, Reichstag, Bundeskanzleramt, Schloss Bellevue, Berliner Dom, Fernsehturm, Gendarmenmarkt, Holocaust-Mahnmal, Gedächtniskirche und bei klarer Sicht sogar den Teufelsberg und die Windräder an der Grenze zu Brandenburg könnt ihr von dort ausmachen. Das Schöne: Es hindert euch keine Glasscheibe daran, traumhafte Panorama-Fotos zu schießen. Außerdem könnt ihr euch auf eine interessante Freiluftausstellung zur Geschichte Berlins und auf eine Verschnaufpause im Panoramacafé freuen.

Weltballon

Einen wohl endlosen Panoramablick über Berlin erhaltet ihr aus dem Weltballon in der Nähe von Checkpoint Charlie. Der Fesselballon steigt bis auf eine Höhe von 150 Meter und ist über ein Stahlseil mit dem Erdboden verbunden. Wir selbst haben diesen einen der größten Heliumballone der Welt ebenfalls bereits getestet. Überwindung kostet es dabei definitiv, das Handy zum Fotografieren aus dem Netz, das den Korb absichert, herauszuhalten. Man möchte sich wirklich nicht vorstellen, dass es fallen könnte. Leider ist der Aufstieg ein kurzes, jedoch kostspieliges Vergnügen, denn die gerade einmal15-minütige Fahrt kostet satte 23€ pro Person.

Siegessäule

Die Siegessäule, die anlässlich des Sieges Preußens im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 erbaut wurde und sich auf dem Großen Stern inmitten des Großen Tiergartens befindet, ist nicht nur ein Wahrzeichen Berlins, sondern bietet auch eine tolle Aussicht. Wer die 285 Stufen bis zur 51 Meter hohen Aussichtsplattform über die Wendeltreppe erklommen hat, wird mit einem tollen Blick über den Tiergarten belohnt. Besonders spektakulär ist dies im Herbst, wenn die Blätter der Bäume im Tiergarten in den unterschiedlichsten Farben leuchten. Wenn ihr den Kopf in den Nacken legt, könnt ihr außerdem die Siegesgöttin Viktoria auf der Säule thronen sehen, welche auch Goldelse genannt wird und auf dem Kopf einen Helm mit Adlerflügeln sowie in den Händen einen Lorbeerkranz und ein Feldzeichen mit Eisernen Kreuz trägt.

Reichstag

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die auch gleichzeitig ein guter Aussichtspunkt ist, ist der Reichstag, mit seiner Glaskuppel. Der Eintritt ist kostenfrei, jedoch solltet ihr euch vorher unbedingt anmelden- am besten über das Onlineformular. Die 23 Meter hohe und 40 Meter breite Kuppel entstand 1999 nach einem Entwurf des Architekten Norman Foster und hat neben dem schönen Ausblick auch noch einen sehr praktischen Nutzen, denn die Spiegel im Konus des Kuppelinneren lenken das Tageslicht in den 10 Meter tief gelegenen Plenarsaal. Bei zu viel Sonne können die Spiegel mit einem Sonnenschutzelement abgeschattet werden.

Fernsehturm

Natürlich darf hier auch nicht der Fernsehturm am Alexanderplatz unerwähnt bleiben. Er ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und prägt somit die Skyline Berlins. Ihr werdet mit Sicherheit alle Sehenswürdigkeiten unserer Hauptstadt von hier aus erblicken können- alle bis auf eine Ausnahme: den Fernsehturm selbst. Um lange Warteschlangen zu vermeiden, solltet ihr euch jedoch ein Ticket mit eurer Wunschzeit am besten online kaufen, denn das macht einen Besuch des Fernsehturms und möglichem, anschließendem Essen im Drehrestaurant „Sphere“, das sich in der Stunde einmal um die eigene Achse dreht, wesentlich entspannter.

Funkturm

Er ist nicht ganz so bekannt wie der Fernsehturm, aber dennoch einen Besuch wert. Die Rede ist vom 146,7 Meter hohen Berliner Funkturm auf dem Messegelände. 1926 wurde er anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung eröffnet und erhielt den Spitznamen „Langer Lulatsch“. Den aufmerksamen Betrachtern unter euch wird vielleicht auffallen, dass die von Architekt Heinrich Straumer entworfene Stahlgitterkonstruktion stark dem Pariser Eiffelturm ähnelt. Selbst der Physiker Albert Einstein kann sich 1930 der Anziehungskraft des Funkturms nicht entziehen und stattet ihm einen Besuch ab.

Glockenturm am Olympiastadion

Noch etwas weiter außerhalb bietet der gut 77 Meter hohe Glockenturm des Olympiastadions im Berliner Stadtteil Westend einen fantastischen Blick auf das Olympiastadion und den Grunewald. Da das Olympiagelände anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 erbaut wurde und somit Teil einer bewegten Zeit ist, könnt ihr euch im unteren Abschnitt des Glockenturmes auch die Ausstellung zu diesem geschichtsträchtigen Ort ansehen.

In Anbetracht der Höhe mancher dieser Bauwerke hoffen wir natürlich, dass ihr schwindelfrei seid und keine Höhenangst habt, sodass ihr diese tollen Ausblicke auch in vollen Zügen genießen könnt.

Bitte gehen Sie uns auf den Keks

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